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Wetterspruch des Tages
Wenn der April Spektakel macht, gibt’s Korn und Heu in voller Pracht.

Das Wetterthema

herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am 11.04.2026

Wetter aktuell

Findet die Trockenheit ihr Ende?


Niederschlag war im bisherigen April oftmals Mangelware und auch der
März fiel verbreitet zu trocken aus. Doch wie viel Niederschlag fiel
tatsächlich bisher und was sagen die Niederschlagsprognosen?


Das Wort Regen oder Schauer las man in den Wetterberichten im
bisherigen April in Deutschland sehr selten. Umfangreiche
Hochdruckgebiete sorgten hierzulande für eher trockenes und oftmals
sonniges Frühlingswetter. Bereits jetzt stehen schon 60 bis 90
Sonnenstunden zu Buche. Dies bedeutet im Schnitt sechs bis neun
Stunden Sonne pro Tag. Klimatologisch betrachtet wird die aufgeführte
Gesamtsonnenscheindauer erst zum Ende der zweiten Aprildekade
erreicht. Während also die Sonne Überstunden leistet, zeigt sich der
Niederschlag fast überall von seiner sparsamen Seite. Deutschlandweit
fielen seit Beginn des zweiten meteorologischen Frühlingsmonats
häufig nur zwischen 1 und 10 Liter pro Quadratmeter (l/qm). Lediglich
im Norden und im Umfeld der zentralen und östlichen Mittelgebirge
waren es gebietsweise 10 bis 15 l/qm. Etwas aus der Reihe tanzt der
Süden und Südosten Bayerns. Dort gab es in der Fläche bereits 10 bis
20, am Alpenrand örtlich bis 30 l/qm. Der meiste Niederschlag fiel
dort am gestrigen Freitag.


Doch nicht nur der April zeigt sich bisher von seiner trockenen
Seite, sondern auch der März fiel in ganz Deutschland trockener aus
als im vieljährigen Mittel (weitere Informationen hier. Hervor sticht
dabei sicherlich der Osten des Landes. Dort gab es im März regional
insgesamt lediglich um 10 l/qm Monatsniederschlag.

Der Vergleich der Niederschläge von Januar bis März in den Städten
Hamburg, Berlin, Köln und München zeigt, dass es im Januar und März
insgesamt meist trockener war als in den jeweiligen
Vergleichsperioden. Anders präsentierte sich der vergangene Februar.
Dieser war sehr niederschlagsreich und auch in Berlin wurden die
langjährigen Mittelwerte überboten. Dennoch lässt sich konstatieren,
dass es besonders in der Bundeshauptstadt in diesem Jahr bisher viel
zu trocken ist.


Auch der Bodenfeuchteviewer offenbart deutlich, dass im Osten des
Landes zumindest in den oberen Bodenschichten (10 bis 50 cm) ein
leichter Trockenstress herrscht. Insbesondere in Sachsen-Anhalt ist
dies selbst in tieferen Schichten noch der Fall.

Ob die Trockenheit gelindert werden kann und wie viel Niederschlag in
den kommenden Tagen in Deutschland fallen soll, zeigt die folgende
Karte. Hier sind auf Basis verschiedener Modelle die zu erwartenden
Niederschläge vom heutigen Samstag bis Mittwochfrüh dargestellt.


Am meisten Niederschlag zeichnet sich für den Südwesten des Landes
ab. Dort sollen nach Lesart aller Modelle 10 bis 30, laut EZMW lokal
um 50 l/qm Niederschlag fallen. Ansonsten liegen die Mengen
überwiegend zwischen 5 und 15, lokal um 20 l/qm. Allerdings ergibt
sich kein einheitliches Bild in der Prognose und die Berechnungen
gehen teilweise deutlich auseinander. Lediglich im äußersten Osten
und Südosten haben alle Modelle nur wenige l/qm auf der Agenda. Die
Trockenheit wird dort also kaum gelindert werden können.


Dipl.-Met Marcel Schmid

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 11.04.2026

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