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Wetterspruch des Tages
Donner und Fröste im Wonnemond, Müh’ und Arbeit wenig lohnt.

Das Wetterthema

herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am 05.05.2026

Wetter aktuell

Unwetterpotenzial in der Mitte: Starkregen und Gewitter



In der Nacht zum Mittwoch formiert sich aus Schauern und Gewittern
ein Regengebiet, das vor allem in der Mitte Deutschlands für
anhaltenden und teils kräftigen Regen sorgt. Gebietsweise kann der
halbe Monatsniederschlag in ein paar Stunden fallen.



In den vergangenen Tagen hat man vielerorts nicht nur an den
Temperaturen gemerkt, dass sich die Atmosphäre auf Sommerbetrieb
umgestellt hat. Regional kam es zu teils kräftigen Gewittern mit
Starkregen und Hagel. Spitzenreiter der einstündigen Regenmengen war
am gestrigen Montag die Station Schmallenberg-Sellinghausen im
Hochsauerland mit 23,8 l/m² zwischen 17 und 18 Uhr.

Aktuell lenken die beiden Tiefdruckgebiete ANNE über Frankreich und
BABETTE über Bayern feuchtwarme Luft in den Süden und in die Mitte
des Landes. Dort entstehen heute Nachmittag und Abend einige Schauer
und Gewitter, die lokal zu kräftigem Starkregen führen. In einer
Stunde können dann erneut um 20, vereinzelt auch um 30 l/m² fallen.
Im Norden merkt man davon nichts. Am Nachmittag und Abend ist es zwar
meist bedeckt und hier und da fällt etwas Regen. Viel ist das aber
nicht und nahe der Nordsee scheint sogar längere Zeit die Sonne.

In der Nacht zum Mittwoch wachsen die Schauer und Gewitter über der
Mitte des Landes zu einem größeren Regengebiet zusammen. Vor allem
von Ostwestfalen und dem Sauerland ostwärts bis nach Sachsen regnet
es länger anhaltend und teils kräftig. Der Schwerpunkt der
Niederschläge liegt wahrscheinlich im Norden Thüringens und im Umfeld
des Harzes. Flächig fallen wahrscheinlich 20 bis 40, lokal bis zu 60
l/m² in etwa 12 Stunden. Zum Vergleich: Die durchschnittliche
Niederschlagssumme für den Monat Mai im Raum Erfurt liegt bei 65
l/m². Infolgedessen können Bäche und kleine Flüsse in kurzer Zeit
stark anschwellen.

Der Mittwoch zeigt klare Ähnlichkeiten zum heutigen Dienstag. Erneut
kommt der nächtliche Regen in den Norden voran und schwächt sich dort
ab, erreicht aber nicht den äußersten Norden und Nordwesten. In der
Südhälfte entstehen am Nachmittag und Abend abermals kräftige Schauer
und Gewitter. Mit den Gewittern kann es zu Starkregen, Hagel und
stürmischen Böen kommen.

Schauer und Gewitter bilden in der Nacht zum Donnerstag dann wieder
ein größeres Regengebiet, das sich in die mittleren Landesteile
verlagert und dort zu länger andauernden und teils kräftigen
Niederschlägen führt. Der Schwerpunkt liegt wahrscheinlich etwas
weiter südlich als in der Vornacht. Die Intensität reicht sehr
wahrscheinlich nicht an die der Vornacht heran.

Am Donnerstag bilden sich dann erneut Schauer und Gewitter im Süden,
ab der Nacht zu Freitag setzt sich anschließend nach und nach
Hochdruckeinfluss durch. Der Rest der Woche verläuft dann deutlich
sonniger und auch wieder wärmer als die kommenden Tage.


M.Sc.-Met. Thore Hansen

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.05.2026

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