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Wetterspruch des Tages
Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine große Bleiche (= trockener Sommer), blüht die Eiche vor der Esche, gibt es eine große Wäsche (= verregneter Sommer).

Das Wetterthema

herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am 15.04.2026

Wetter aktuell

Zwischen Hoch und Tief im meteorologischen Niemandsland



Deutschland liegt aktuell zwischen zwei Tiefdruckgebieten und
profitiert vorübergehend vom Einfluss eines Hochs. Ruhiges, mildes
Wetter steht im Vordergrund, bevor sich zum Wochenende eine
Umstellung andeutet.



Wettermäßig befindet sich Deutschland aktuell in einer eher
unspektakulären Lage: zwischen zwei Tiefdruckgebieten, die beide nur
am Rande Einfluss ausüben. Tief VIRGINIA liegt über dem Nordatlantik
westlich der Britischen Inseln, während sich Tief ULLA I über
Süditalien befindet. Deutschland verbleibt damit gewissermaßen in
einem ?Niemandsland? zwischen den wetterbestimmenden Systemen.

Diese Konstellation ermöglicht es Hoch STEFAN, vorübergehend die
Regie zu übernehmen. Am Mittwoch weitet das Hoch seinen Einfluss auf
weite Teile Deutschlands aus. Besonders in der Mitte und im Norden
dominiert zunächst sonniges Wetter, während sich im Südosten noch
dichtere Wolken halten. Im Laufe des Tages macht sich jedoch von
Westen her die Annäherung von Tief VIRGINIA bemerkbar, dessen
Wolkenfelder langsam ins Land ziehen. Dennoch bleibt es insgesamt
trocken. Die Temperaturen steigen mit Unterstützung der
Sonneneinstrahlung auf 16 bis 20 Grad, am Mittel- und Niederrhein
lokal bis 21 Grad. An den Küsten bleibt es aufgrund maritimer
Einflüsse etwas kühler. Der Wind ist schwach und spielt keine
wesentliche Rolle im Wettergeschehen.

In der Nacht zum Donnerstag verliert Hoch STEFAN zunehmend an
Einfluss. Gleichzeitig greifen die Ausläufer von Tief VIRGINIA auf
den Nordwesten über und bringen dort dichtere Bewölkung sowie etwas
Regen. Auch in den übrigen Regionen zeigt sich der Himmel vielfach
wolkig. Die Wolkendecke wirkt dabei wie eine isolierende Schicht,
sodass die Temperaturen nicht mehr so stark zurückgehen. Nur im Osten
kann es örtlich noch zu leichtem Frost in Bodennähe kommen, ansonsten
liegen die Tiefstwerte zwischen 9 und 4 Grad.

Am Donnerstag prägen die Reste dieser Tiefausläufer das
Wettergeschehen. Insgesamt überwiegen die Wolken, sonnige Abschnitte
bleiben selten. Im Tagesverlauf entwickeln sich einzelne Schauer,
vereinzelt auch kurze Gewitter. Mit der südwestlichen Strömung wird
mildere Luft nach Deutschland geführt, sodass die Höchsttemperaturen
trotz der dichten Bewölkung 17 bis 22 Grad erreichen. Der Wind bleibt
abseits von Schauern schwach.

In der Nacht zum Freitag verstärkt sich der Hochdruckeinfluss erneut.
Die Schauer klingen ab, und gebietsweise lockert die Bewölkung auf.
In der feuchten Luftmasse kann sich jedoch örtlich Nebel bilden.
Insgesamt bleibt es meist frostfrei.

Der Freitag zeigt sich dann überwiegend freundlich. Schauer treten
nur noch vereinzelt auf, und die Temperaturen steigen leicht an. Im
Südwesten werden bis zu 24 Grad erreicht, sonst liegen die
Höchstwerte zwischen 17 und 23 Grad. Auch der Samstag präsentiert
sich ähnlich, mit viel freundlichem Wetter und milden Temperaturen.
Lediglich im Nordwesten macht sich erneut zunehmende Bewölkung
bemerkbar, verbunden mit etwas Regen.

Am Sonntag stellt sich schließlich eine Umstellung der Wetterlage
ein. Die Wolken überwiegen, und gebietsweise fällt Regen.
Gleichzeitig geht die Temperatur zurück, mit Höchstwerten zwischen 13
und 20 Grad. Zudem frischt der Wind etwas auf und dreht auf nördliche
Richtungen.


Dipl.-Met. Marco Manitta

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 15.04.2026

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